(© Stadt Kassel)

Die Modernisierung und Umgestaltung der Friedrich-Ebert-Straße in Kassel gewann jüngst den Deutschen Verkehrsplanungspreis. Das Ingenieurbüro Oppermann sorgte für reibungslose Abläufe beim Bau des neuen Boulevards.

Die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landschaftsplanung (SRL) würdigt den neuen Boulevard in der Kasseler Innenstadt als „beispielhafte Verkehrslösung“ zur Stärkung und Förderung einer nachhaltigen Mobilität auf Hauptverkehrsstraßen. „Wer den Straßenraum intelligent für die unterschiedlichen Verkehrsarten aufteilt, gewinnt Stadtraum zurück“, erklärte Kassels Stadtbaurat Christof Nolda bei der Preisverleihung in Berlin. „Dies hat es uns ermöglicht, die Friedrich-Ebert-Straße als attraktiven innerstädtischen Boulevard mit ihren vielen Geschäften, Gastronomie und Dienstleistungsangeboten aufzuwerten.“
Zentrale Elemente der zwischen Ständeplatz und Annastraße auf einer Strecke von 800 Metern neu gestalteten Straßenraums sind deutlich breitere Gehwege zum Flanieren, geordnete Parkstreifen, separate Radfahrstreifen, in die Gehwege integrierte und barrierefreie Haltestellen der Straßenbahn sowie mehrere kleine Plätze, die im öffentlichen Raum zum Verweilen einladen.

Lebens- und Arbeitsraum zurückgewonnen
Über 70 Amberbäume säumen den neuen Boulevard Friedrich-Ebert-Straße. Ein zwei Meter breiter Mittelstreifen ermöglicht es Fußgängern jetzt, die Straße auch jenseits der Ampelanlagen schnell und sicher zu überqueren. Die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landschaftsplanung (SRL) erklärte anlässlich der Preisverleihung: „Der Umbau einer innerstädtischen Hauptverkehrsstraße in einem dicht besiedelten Quartier mit einer Belastung von 18.000 Kfz/Tag zu einem lebendigen Boulevard mit hoher Aufenthaltsqualität zeigt, dass es möglich ist, die autogerechte Stadt der 1950er Jahre zukunftsweisend umzugestalten und Lebens- und Arbeitsraum mitten in der Stadt zurückzugewinnen“.

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