Die Gemeinde Fuldabrück betreibt im OT Dennhausen eine in den 70er Jahren errichtete kommunale Kläranlage Fuldabrück-Dennhausen mit einer Ausbaugröße von 9.800 EW. Die Anlage verfügt neben der mechanisch-biologischen Reinigung über eine anaerobe Schlammbehandlung mittels Faulung sowie einer stationären Schlammentwässerung.

Die Gemeinde Fuldabrück hat sich dazu entschlossen, die Schlammbehandlung auf dem bestehenden Betriebsgelände neu zu errichten. Zum Einsatz sollte dabei ein sogenannter KomBio-Reaktor kommen, der Faulraum und Gasspeicher in einem Bauwerk vereint und somit die wirtschaftlichste Lösung für die Anlage in Fuldabrück darstellte. Diese Systembauweise wurde bereits in Deutschland auf mehreren kommunalen Anlagen eingesetzt, sodass hier ausreichend Betriebserfahrungen vorlagen.

Das Ingenieurbüro OPPERMANN GMBH wurde beauftragt die o. g. Lösung entwurfsmäßig auszuarbeiten und baulich umzusetzen.

Durch den Neubau der Anlagenteile konnte der Betrieb der Altanlage parallel weiterlaufen, sodass auch während der Bauzeit die Abwasserreinigung und Schlammbehandlung sichergestellt wurde.

Folgende Anlageteile wurden u. A. neu errichtet:

  • Faulbehälter VFB = 700 mit integriertem Gasspeicherraum VGas = 230 m³
  • Zwei Voreindicker als statische Eindickung und Schlammvorlage für die Beschickung des Faulbehälters
  • Technikgebäude mit getrennten Räumen für Pumpentechnik, Niederspannungsunterverteilung und Gasraum mit Gasreinigung mit Kiesfilter, Feinfilter und Siloxanabscheidung
  • Gasfackel mit Vorschacht
  • BHKW im Energiecontainer mit einer Gesamtleistung von ca. 100 KW (elektrischer Leistung ca. 30 KW, Wärmeleistung ca. 60 KW).

Der Bau des neuen Faulturms, des Technikgebäudes und des neuen Blockheizkraftwerkes inklusive Schlammeindicker hat rund 2,1 Millionen Euro gekostet. Die Bauzeit betrug ca. eineinhalb Jahre.

Seit Anfang des Jahres 2020 ist die Anlage komplett in Betrieb.