Projekttitel

Erneuerung der Überschussschlammeindickung und Schlammentwässerung auf der Zentralkläranlage Langenhagen

Bauherr

Stadt Langenhagen, Eigenbetrieb Stadtentwässerung

Ingenieurleistungen

LPH 3 und 5-9 für technische Anlagen

Bauzeit

März-November 2019

Projektbeschreibung

Nach über 20-jähriger Laufzeit stand in der Zentralkläranlage Langenhagen die Erneuerung der Überschussschlammeindickung und Schlamm-entwässerung an. Um die rd. 120.000 m³ Faulschlamm zu entwässern, kommen zwei Hochleis-tungsdekanter neuester Generation mit einem Trommeldurchmesser von 570 mm zum Einsatz.

Über den Austausch der vorhandenen Dekanter hinaus brachte das Ingenieurbüro OPPERMANN mit Schlammbeschickungspumpen, Flockmittel-anlagen sowie der kompletten Schalt- und Steuerungsanlage auch das gesamte Umfeld der Anla-ge auf den neuesten Stand. Sie ist so konzipiert, dass sowohl die örtliche Bedienung über ein Touchpanel, als auch der Betrieb über das Prozessleitsystem möglich ist.

Um den Umbau, insbesondere der Elektrotechnik, zu ermöglichen und parallel den laufenden Entwässerungsbetrieb sicherzustellen, war der Einsatz einer mobilen Übergangsentwässerung erforderlich.

Mittels eines detaillierten Montageablaufplanes erfolgte Anfang Juni 2019 die Aufstellung und der Anschluss der mobilen Entwässerungsanlage; die Altanlagenteile wurden außer Betrieb genommen. Acht Wochen standen für den kompletten Umbau zur Verfügung. Trotz der vielen Abhängigkeiten und mehrerer projektbeteiligter Firmen hielten sich alle Baubeteiligten konsequent an den strikten Ablaufplan, sodass bei den Montagearbeiten alles reibungslos ineinander griff. Inbetriebnahme und Probebetrieb begannen planmäßig am 4. November 2019.

 

Innerhalb der Gesamtmaßnahme wurde auch die Überschussschlammeindickung erneuert. Von dem bisherigen System mit Siebbandpresse stieg der Auftraggeber, auf der Erfahrungsgrundlage von vorlaufenden Eindickversuchen, auf einen Eindickdekanter mit einem Trommeldurchmesser von 470 mm um.

Die hohe hydraulische Leistungsfähigkeit und Flexibilität bei teils sehr hohen Eindickgraden von bis zu 7% TS sprachen für diese Lösung, die zu einer Entlastung des knappen Faulturmvolumens beiträgt.

Der Flockmittelverbrauch mit < 1,0 kg WS / t TS und die geschlossene hygienische Kapselung sind weitere Vorzüge der neuen Eindickung, die 24 h/d im vollautomatischen Betrieb mit einem Durchsatz von ca. 25 – 40 m³/h erfolgt.

Platzreserven im bestehenden Schlammentwässerungsgebäude ermöglichten den Aufbau der neuen Schlammeindickung mit der zugehörigen Peripherie in diesem Teil der Anlage.

Nach einer Montagezeit von insgesamt sieben Wochen, in der die alte Anlage weiterhin in Betrieb blieb und keine Übergangsprovisorien nötig waren, ging die Überschussschlammeindickung bereits im September 2019 erfolgreich in Betrieb.

Bilder