Projekttitel

Kläranlage Bad Salzschlirf um weitere Reinigungsstufe erweitert

Bauherr

Zweckverband Gruppenklärwerk Bad Salzschlirf

Ingenieurleistungen

LPH 1-3, 5-9 und örtliche Bauüberwachung

Projektbeschreibung

Der „Zweckverband Gruppenklärwerk Bad Salzschlirf-Wartenberg“ betreibt eine Kläranlage, welche die anfallenden Abwässer aus Bad Salzschlirf und dem Wartenberger Ortsteil Landenhausen reinigt.
Im Zuge der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) werden die Anforderungen an die Reinigungsleistung von Kläranla-gen, insbesondere hinsichtlich des Parameters Gesamtphosphor, deutlich verschärft. Der Nährstoff Phosphor ist im Ökosystem ein limitierender Faktor für das Algenwachstum in Gewässern. Höhere Konzentrationen führen zu erhöhtem Algenwachstum, was wiederum zu einem Mangel an Sauerstoff führt.
Um die Vorgabe (Jahresmittelwert 1 mg/l und Überwachungswert 2 mg/l) im Ablauf der Kläranlage sicher einhalten zu können, war eine Erweiterung notwendig geworden.
Zur Anwendung kommt eine chemische Phos-phatelimination. Dabei werden dem Abwasserstrom mehrwertige Metallionen (in der Regel auf Eisen- oder Aluminiumbasis) zugegeben, die mit gelösten Phosphationen Makroflocken bilden. Diese absetzbaren Flocken sedimentieren zusammen mit dem Klärschlamm im Nachklärbecken und können so entfernt werden (Fällungs-verfahren).
Die sogenannte 3. Reinigungsstufe besteht aus einem Vorratsbehälter mit einem Volumen von 12 m³, zwei möglichen Dosierstellen inkl. der notwendigen unterirdischen Rohrleitungen sowie der notwendigen steuerungstechnischen Einrichtung, um das Fällmittel gezielt dosieren zu können. Sicherheitstechnische Vorrichtungen verhindern, dass im Betrieb oder während des Befüllens des Vorratsbehälters das Fällmittel ungehindert austreten kann.
Die Planung und Bauleitung oblag dem Ingenieurbüro OPPERMANN. Die bauliche Umsetzung erfolgte von Mai bis Juni 2016.
Die Baukosten betrugen etwa 100.000 €, die zum Teil über die Abwasserabgabe refinanziert werden konnten.

Bilder