Projekttitel

Nachrüstung einer chemischen Phosphatfällungsanlage auf der Kläranlage Bad Karlshafen (7.800 EW)

Bauherr

AWS GMBH – Abwasser. Wasser. Service

Ingenieurleistungen

Leistungsphasen 2 bis 9 nach HOAI, Erstellung einer Funktionsbeschreibung und eines Verfahrensschemas

Bauzeit

Juni 2015 – September 2015

Baukosten

Bautechnik 15.000 € (netto)
Technische Ausrüstung: 145.000 € (netto)

Projektbeschreibung

Im Zuge der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie ist durch die Aufsichtsbehörden eine Verschärfung des Grenzwertes beim Parameter Phosphor vorgesehen.

Um die Ablaufwerte sicher einhalten zu können, ist eine chemische Phosphorelimination notwendig.

In der KA Bad Karlshafen werden die Abwässer durch das diskontinuierlich beschickte SBR-Verfahren (Sequencing-Batch-Reacor-Verfahrenn) gereinigt. Da eine Dosierung des Fällmittels nur in einem kurzen Zeitraum des diskontinuierlichen Reinigungsverfahrens möglich ist, ist eine umfangreiche Mess- und Regelungstechnik notwendig. Die Dosierung erfolgt direkt in einen der beiden Reaktoren.

Folgende Maßnahmen wurden umgesetzt:

  • Errichtung einer Phosphatfällungsanlage in oberirdischer Bauweise mit beheizbarem Fällmitteltank und Auffangwanne mit Bauartzulassung und Prüfzeichen nach WHG. Ausführung als stehender Rundbehälter in PE-HD.
  • Errichtung eines Abfüllplatzes zur Anlieferung der Fällmittel
  • Errichtung einer eingehausten Dosierstation zur Aufnahme der erforderlichen Pumpen- und Dosiertechnik
  • Verlegung zweier oberirdischet Dosierleitungen in PE-HD-Schutzrohren zu den Dosierstellen
  • 2-Kanal-Phosphat-Analysator für frachtabhängige Fällmitteldosierung
  • Erweiterung der vorhandenen zentralen SPS in der Schaltwarte zur Steuerung der Fällmittelzugabe innerhalb der Zyklen des SBR-Reinigungsverfahrens
  • Erweiterung der vorhandenen Prozessvisualisierung zur Darstellung der Fällmittelzugabe

Bilder