Projekttitel

Neubau einer Verbindungsleitung von Scherfede zum HB Wrexen und HB Wrexen bis zur Steinmühle, Diemelstadt einschl. Erneuerung Versorgungsleitung in Scherfede und technische Ausrüstung im HB Wrexen

Bauherr

Stadt Diemelstadt und Stadtwerke Warburg

Ingenieurleistungen

Leistungsphase 1 bis 9 nach HOAI

Bauzeit

Juli 2012 bis Dezember 2012

Baukosten

rd. 1,1 Mio. € (netto)

Projektbeschreibung

Veranlassung der Neuordnung der Wasserversorgung der Stadt Diemelstadt

Der Rhodener Brunnen musste aufgrund steigender Nitratwerter und auf behördliche Anweisung sowie einer fehlenden Ausweisung des Schutzgebietes aus der Versorgung genommen werden. Auch der Wrexener Brunnen war sanierungsbedürftig und zudem in äußerst geringen Mengen – mit Uran belastet. Dadurch war die bestehende Wasserversorgung von Diemelstadt-Rhoden und Wrexen nicht mehr zukunftsfähig.

Die technischen Möglichkeiten und die damit verbundenen Kosten der Umstellung der Wasserversorgung durch den Anschluss des Hochbehälters (HB) Wrexen an Scherfede, Stadtwerke Warburg, wurden bereits zuvor in einer Studie untersucht. Als Vorzugsvariante stellte sich dort ein Anschluss des Hochbehälters Wrexen an die Hochzone Scherfede der Stadtwerke Warburg heraus.

Planung der Maßnahme

Im Februar 2012 wurde ein baureifer Entwurf vorgelegt. Dieser ermittelt eine Überleitungswassermenge von 40 m³/h für die Versorgung der anzuschließenden Abnehmer in den Stadtteilen Wrexen, Rhoden und Wethen, Laubach und Georgenhof/ Gashol. In einer Hydraulischen Berechnung wurde die technische Durchführbarkeit nachgewiesen. Das gesamte Wasser aus Scherfede wird zunächst über eine rd. 3.000 m lange Leitung in den HB Wrexen (DA 200) geführt. Ein Teilstrom wurde nach Fertigstellung aller Anlagen mit einer Druckerhöhung in den rd. 80 m höher liegenden HB Rhoden gefördert. Dazu wurden rd. 1.500 m Leitung (DA 160) vom HB Wrexen in Richtung HB Rhoden neu verlegt. In der Ortslage Scherfede (DA 225) wurden rd. 900 m neu verlegt.

Zur Kontrolle und Überwachung der Einspeisung aus Warburg und zur Weiterleitung des Wassers aus dem HB Wrexen in den HB Rhoden erfolgten im Zuge des Leitungsbaus weitere Baumaßnahmen. wie beispielsweise Übergabeschacht Scherfede mit Wassermessung, EMSR-Technik mit Rohrleitungen und Pumpstation im HB Wrexen, Erneuerung der Versorgungsleitung im ST Scherfede (DA 125), Trift einschl. Kabelleerrohre, Hausanschlüsse etc. und diverse sonstige Arbeiten.

Bauliche Besonderheiten

  • Querung der B 7 (Genehmigung erteilt durch „Straßen-NRW“)
  • Querung der Bundesbahn (Genehmigung erteilt durch DB AG)
  • Querung des Hammerbaches (Genehmigung erteilt durch Kreis Höxter)
  • Querung der Diemel (Genehmigung erteilt durch Kreis Höxter und Kreis Waldeck-Frankenberg)
  • Querung der B 252 (Genehmigung erteilt durch Hessenmobil)
  • Querung Laubach (Genehmigung erteilt durch Kreis Waldeck-Frankenberg)

Die Verlegung erfolgt durch eine Kombination aus offener Bauweise oder Spülbohrverfahren, je nach Erfordernis und Bodenbeschaffenheit

Los 1: Firma Nolte, Warburg

Verbindungsleitung vom Hochbehälter Scherfede bis Übergabe¬schacht (Trift), Versor¬gungsleitung (Wasser und Strom)  in Scherfede

Länge Verbindungsleitung DA 225:    880 m

Länge Versorgungsleitung DA 125:     820 m

Länge Kabelleerrohrtrasse:        880 m

Los 2: Firma Heckmann, Brilon

Verbindungsleitung vom Übergabeschacht Trift bis zum HB Wrexen, Füllleitung HB Wrexen zum HB Rhoden

Länge Verbindungsleitung DA 200:    2.960 m

Länge Füllleitung DA 160:         1.530 m

Stundenwassermenge:              40 m³/d

(Rechnerische Tageswassermenge:24 x 40 m³/d =    960 m³/d)

Bilder