Projekttitel

Sanierung des Brunnen Lattberg, Stadt Nieheim

Bauherr

Wasserwerkszweckverband Entrup-Eversen-Rolfzen

Ingenieurleistungen

Leistungsphase 1 bis 9 nach HOAI und Örtliche Bauüberwachung

Bauzeit

September 2014 bis Oktober 2014

Baukosten

70.000 € (brutto)

Projektbeschreibung

Brunnensanierung mit Glaskugeln anstelle von Quarzfilterkies zum Aufbau einer Filter- und Stützstrecke im kluftigen Kalkstein.

Bestandssituation:

Der Trinkwasserbrunnen Entrup („Lattberg“) war sanierungsbedürftig. Er wurde 1964 abgeteuft und im Jahr 1977 von rd. 57 m auf rd. 70 m zur Sicherstellung ausreichender Grundwasseranströmung vertieft.

Der Brunnen versorgt mehrere Stadtteile. Während der Sanierungsmaßnahmen am Brunnen bestand die Möglichkeit der alternativen Versorgung der angeschlossenen Abnehmer.

In einer Kamerabefahrung im Oktober 2009 zeigten sich Schäden an den Rilsanfilterrohren sowie verschlossene Filterschlitze. In dem Sumpfbereich waren deutliche Auflandungen zu erkennen.

Durchgeführte Maßnahmen:

  • Das bestehende Rilsanfilterrohr (16 m), der Einfädelungstrichter sowie die Ausbauverrohrung wurden entfernt und durch eine neue Einschubverrohrung ersetzt.
  • Nach dem Bergen erfolgte am offenen Bohrloch zunächst eine Kamera-Befahrung mit geophysikalische Messungen zur Erkundung des Wasserzutritts und der Ermittlung der wasserführenden Schichten.
  • Deutliche Hohlräume unterhalb der Sperrohrverrohrung wurden sichtbar.
  • Damit eine kraftschlüssige Verbindung mit dem Gegenfilter zum umgebenden Gebirge entsteht, wurden die Hohlräume, anstelle der zunächst geplanten Quarzfilterkies-Ummantelung, mit Glaskugeln aufgefüllt.

Der Brunnenausbau erfolgte in DN 250 durch Kombination aus starkwandigem PVC und Edelstahl.
Brunnendeckel (DN 600 Edelstahl) und Brunnenkopf wurden saniert.

Bilder