Projekttitel

Konzeptionelle Untersuchung zur Gestaltung der zukünftigen Wasserversorgung

Auftraggeber

Gemeinde Burgwald, Gemeinde Allendorf, Stadt Frankeberg

Projektlaufzeit

März 2011 -Februar 2013

Projektbeschreibung

Wasser ist der Baustein jeglichen Lebens auf unserer Erde, also das wichtigste Lebensmittel. Daher gebührt dem Schutz des Trinkwassers der absolute Vorrang.

Die Versorgung mit hygienisch einwandfreiem Trink- und Brauchwasser in stets ausreichender Menge und Qualität und die einwandfreie Beseitigung und Verwertung der Abfallstoffe haben Priorität für jedes Versorgungsunternehmen. Dabei sollen das Trink- und das Brauchwasser, welches zur Versorgung von Menschen sowie der landwirtschaftlichen, gewerblichen und industriellen Betriebe eine einwandfreie Qualität besitzen.

Die Gemeinden Burgwald und Allendorf sowie die Stadt Frankenberg betreiben Wassergewinnungs-, Speicher- und Verteilungsanlagen zur Versorgung der Bevölkerung, Landwirtschafts- und Gewerbebetrieben. Insgesamt werden 23 Orts-/Stadtteile, 17 Hochbehälter, 13 Tiefbrunnen, 6 Druckerhöhungsanlagen, 10 Pumpwerke, 19 Wassermessschächte, 5 Druckminderschächte und 265 km Wasserleitungsnetz betrachtet.

Das Studienziel ist ein Gesamtentwurf für die Zukunftsfähigkeit der Wasserversorgung der drei Kommunen, welcher die Entwicklungen, zukünftigen Bedarfswerte in dem Versorgungsgebiet und die angemessenen Reaktionen darauf aufzeigt. Besonderer Wert wurde dabei auf die ingenieurfachlichen und wirtschaftlichen Aspekte gelegt. Das Wasserversorgungskonzept soll den Verantwortlichen der drei Kommunen als Entscheidungshilfe im Hinblick auf die kommunale und interkommunale Wasserversorgung dienen.

Untersuchungsschwerpunkte sind die Wasseraufbereitung am derzeitig stillgelegten TB Wiesenfeld, um den ergiebigen Brunnen wieder in Betrieb zu nehmen, weitere mögliche Wassererschließungen, eine Prüfung möglicher Entnahmesteigerungen an vorhandenen Wasservorkommen sowie der Zustand und die Zukunftsfähigkeit aller Anlagenteile und die Optimierung der Versorgungsstruktur.

Die Anforderungen an das zukünftige Versorgungskonzept sind insbesondere die Sicherstellung des täglichen Trinkwasserbedarfs, speziell bei Störungen einer Gewinnungsanlage oder anderen technischen Ausnahmesituationen, sowie die Sicherstellung der ausreichenden Löschwasserversorgung. Dabei ist die Steigerung der interkommunalen Vernetzung zur Erhöhung der Versorgungssicherheit von besonderer Bedeutung. In diesem Zusammenhang wurden auch die Leitungsverluste und der Wasserzukauf betrachtet.

Auf Grundlage der Studie wird empfohlen, zunächst die Eignung des TB Wiesenfeld als zukünftige Wassergewinnungsanlage durch das Aufstellen einer mobilen Versuchsanlage mit Einbindung des TZW, Karlsruhe, zu überprüfen. Weiterhin ist die Erweiterung des HB Burgwald für die zukünftige Wasserspeicherung an den räumlichen und zeitlichen Vorgaben der Wasserbeschaffung zu orientieren. Auch die Verbindungsleitungen zur Schaffung erweiterter Fördermöglichkeiten, Erhöhung der Versorgungssicherheit und der erweiterten Wasserverteilung müssen sich an den zukünftigen Erfordernissen orientieren.

Das gleiche gilt für alle anderen Objekte der Wasserversorgung, die zum Teil in Schachtbauwerken oder separaten oberirdischen Bauwerken (Druckminderungen, Druckerhöhungen und Wassermessungen mit Fließrichtungserfassung) installiert sind.

Empfehlungen zu auslaufende Wasserrechten, insbesondere im Versorgungsbereich von Frankenberg, fanden ebenfalls Berücksichtigung.

Das unter diesen Randbedingungen entwickelte Versorgungskonzept, sieht für die Zukunft wichtige Veränderungen, wie beispielsweise die Wiederinbetriebnahme des Brunnens Wiesenfeld und die Verbindung der Ortsteile Ernsthausen, Wiesenfeld und Burgwald über Transportleitungen vor. Außerdem sollte eine Verbindung der Ortsteile Geismar und Dörnholzhausen mit der Quelle Gernsthausen geschaffen werden.

Grundsätzlich wird eine detaillierte Betrachtung der einzelnen Maßnahmen zum Zeitpunkte Ihrer Umsetzung empfohlen.