Projekttitel

Wasseraufbereitung Brunnen Wiesenfeld, Gemeinde Burgwald

Bauherr

Gemeindevorstand der Gemeinde Burgwald

Ingenieurleistungen

LPH 1 – 9 nach HOAI, örtliche Bauüberwachung

Planungs- und Bauzeit

Machbarkeitsstudie Wasseraufbereitung Br. Wiesenfeld: 09.2013 bis 04.2015
Planung: 12.2016 bis 04.2017
Bauzeit: 08.2018 bis 03.2019

Baukosten

rd. 540.000 € netto

Projektbeschreibung

Die Gemeinde Burgwald musste den Brunnen Wiesenfeld im Dezember 2010 kurzfristig außer Betrieb nehmen, da im Trinkwasser die Chemikalie 1,1,2,2-Tetrachlorethan oberhalb des erlaubten Grenzwertes nachgewiesen wurde.

Um den Ausfall kompensieren zu können wurde kurzfristig aus dem Versorgungsgebiet der Energie Gesellschaft Frankenberg (EGF) mittel provisorischer Druckerhöhungsstation und einer provisorischen Leitung Trinkwasser in das Versorgungsgebiet des Br. Wiesenfeld übergeleitet.

In der Folgezeit wurde die Möglichkeit der Aufbereitung des Brunnenwassers untersucht, um den Brunnen wieder in Betrieb nehmen zu können.

Dafür wurde eine Versuchsanlage zur adsorptiven Entfernung von 1,1,2,2-Tetrachlorethan mit Aktivkohle in Begleitung mit dem Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe aufgebaut und ausgewertet.

Das Versuchsergebnis war, dass eine großtechnische Aufbereitung mittels Aktivkohlefiltration möglich ist.

Die Umsetzung einer Aufbereitungsanlage wurde anschließend in einer Machbarkeitsstudie näher untersucht und dabei die ingenieurfachlichen sowie auch in besonderer Weise die wirtschaftlichen Aspekte berücksichtigt.

Die Machbarkeitsstudie zeigte, dass der Bau einer Aufbereitungsanlage aus betriebswirtschaftlichen Aspekten sinnvoll ist. Die Beauftragung zur Umsetzung der Maßnahme erfolgte im August 2015.

Technische Angaben und Ausführung:

  • Außenabmessungen Halle (L/B/H): 10,30 x 4,56 x i.M. 6,30 m
    Satteldach mit 2% Neigung
  • Filterbehälter: V = 2 x 11 m³, Edelstahl, V4A (Werkstoff Nr. 1.4571)
    Durchmesser: 2,00 m
    Höhe: 4,30 m
    Max. zul. Druck: 6,0 bar
    Filtermaterial: Aktivkohle
    Zu entfernende Substanz: 1,1,2,2 – Tetrachlorethan
    Max. Aufbereitungsleistung: 60 m³/h (Wasserrecht 1.440 m³/d / 360.000 m³/a bis 2023)

Bilder