Projekttitel

Weserquerung für mehrere Ver- und Entsorgungsleitungen

Bauherr

AWS GmbH Bad Karlshafen

Ingenieurleistungen

Planung

Prüfung und Auswahl mehrere Varianten:

  • Unterirdischer Rohrvortrieb mit Stahlbetonrohren (DN 1200) ; Vortrieb im Radius, Tiefenlage bis 7,0 m unter Wesersohle zur Unterbringung von Versorgungsleitungen mehrere Leitungsträger; Schachtbauwerke beiderseits der Gewässerkreuzung; Sicherung der Baugruben für die Start- und Zielgruben (spätere Schachtstandorte) mittels Bohrpfahlwänden
  • Spülbohrverfahren (HDD) in mehreren Parallelsträngen für die einzelnen Versorgungsträger zur Weserunterkreuzung

Ausführung

  • Spülbohrverfahren (HDD) mit Schutzrohr DN 500 und eingezogenen Rohrbündeln für eine Abwasserdruckleitung DN 200, eine Soleleitung für das am östlichen Ufer gelegene Gradierwerk bzw. Thermalbad sowie mehrere Leerrohre für Steuerkabel eingezogen

Bauzeit

Januar 2017 – April 2017

Baukosten

rd. 350.000 € (brutto)

Projektbeschreibung

Im Zuge des Neubaus der Weserbrücke in der Kernstadt Bad Karlshafen ist für mehrere Ver- und Entsorgungsleitungen die Kreuzung der Weser neu zu gestalten. Hierzu ist die Weser auf einer Länge von ca. 150m zu unterqueren. Des Weiteren sind die Anbindungen der Versorgungsleitungen auf beiden Weserseiten an die vorhandene Infrastruktur mit zu berücksichtigen.

Als wirtschaftlichste Variante für die Stadt Bad Karlshafen ergibt sich die Ausführung der Querung mittels Spülbohrverfahren und einem Schutzrohr DN 500. Die Gewässerkreuzung erfolgte in mehreren Arbeitsschritten.

Nach Durchführung einer Pilotbohrung und anschließenden Aufweitungen der Horizontalbohrung wurde das Schutzrohr einschließlich der bereits eingebrachten und fixierten Rohrbündel in einem Stück eingezogen.

Die maschinentechnische Anpassung des Abwasserpumpwerkes an der Weserbrücke war Bestandteil des Projektes.

Alle Arbeiten mussten im Überschwemmungsgebiet der Weser, unter Berücksichtigung der anschließenden Brückenbauarbeiten erfolgen. Hierzu wurde mit allen Aufsichtsbehörden (Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden, RP Kassel) und den Vertretern des Auftraggebers ständig enger Kontakt gehalten.

Bilder