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+++ PROJEKTUPDATE +++

Vergangenen Donnerstag haben wir die Neugestaltung des Hafenumfeldes in Bad Karlshafen abgeschlossen.

Schaut gerne mal vorbei, es lohnt sich!

Die Kläranlage Hünfeld erhält ein neues Primärschlammpumpwerk

Auf der Kläranlage in Hünfeld soll ein neues Primärschlammpumpwerk gebaut werden. Hierfür wurden wir mit den Leistungsphasen 5-7 beauftragt.

Für die Förderung des im Vorklärbecken anfallenden Primärschlammes wird baulich ein neues Pumpwerk errichtet. Hierfür werden zwei trocken aufgestellte Kreiselpumpen redundant eingesetzt. Diese erhalten jeweils vorgeschaltet einen Zerkleinerer. Die Aufstellung der Ausrüstung erfolgt in einem tiefer liegenden Pumpenraum, der über eine Stahltreppe begangen werden kann.

Kläranlage Schmalkalden – Herstellung Räumerlaufbahn

Auf der Kläranlage in Schmalkalden wurde eine beheizbare Räumerlaufbahn aus Edelstahl hergestellt und die inneren sowie äußeren Wandflächen saniert.

Hierfür wurde die Beckenkrone mittels Trockenfrästechnik abgetragen und anschließend ein druckfester Unterbau aus Spezialbeton eingebaut inklusive der Heizbänder.

Die Wände wurden mittels Höchstdruckwasserstrahlen abgetragen und mit einem Sanierungssystem mit einer hochsulfatbeständigen Ausgleichsspachtelung und einer dampfdiffusionsoffenen Deckbeschichtung auf einer Feinspachtelung saniert.

Neugestaltung der Zufahrt zum Kraftwerk Kassel

Am Kraftwerk Kassel, Dennhäuser Straße, müssen die Zufahrten zum Kraftwerkgelände neugestaltet werden. Im Rahmen dieses Projektes werden eine LKW-Waage mit Betriebsgebäude hergestellt, der Besucher-Parkplatz umverlegt und neu gebaut, sowie die LKW-Zufahrt und Hauptzufahrt neu geordnet. Hier sind wir mit den Planungs- und Bauüberwachungsleistungen der Verkehrsanlagen sowie mit Baugrunduntersuchungen, einem Brandschutzkonzept und technischen Beratungsleistungen beauftragt. Momentan laufen die Bauarbeiten für den neuen Besucherparkplatz.

Der Hochbehälter Halbeswig wird erweitert

Aufgrund des zu geringen Volumens kann bei einem Ausfall der Anlagen die Notwasserversorgung der Gemeinde Bestwig sowie der Städte Olsberg, Winterberg, Medebach und Hallenberg nicht sichergestellt werden. Daher plant der WV Hochsauerland die Erweiterung des Hochbehälters „Halbeswig“ in Bestwig-Halbeswig um eine zweite Speicherkammer mit einem Speichervolumen von 1.000 m3. So kann die Notversorgung zur Deckung des lebensnotwendigen Bedarfs an Trinkwasser für die Gemeinde Bestwig und die dazugehörigen Städte sichergestellt werden.

Die Kläranlage Simmershausen bekommt neue Räumer

Die Räumer der Nachklärbecken der Kläranlage Fuldatal-Simmershausen (17.500 EW) mussten aufgrund des Zustandes und zur Sicherstellung der Betriebssicherheit erneuert werden. In diesem Zuge wurde die Rücklaufschlammförderung (RLS) energetisch optimiert. Im bestehenden System war eine Regelung des Volumenstroms nicht möglich, was energetisch und verfahrenstechnisch einer Optimierung bedurfte. Durch den Umbau wird der Strombedarf für die RLS-Förderung um ca. 70 % (-24 MWh/a bzw. -11 t CO2/a) gesenkt. Die energetische Ertüchtigung wird hierbei durch das Land gefördert. Die Kosten belaufen sich in Summe auf ca. 500.000 € (brutto) inkl. Ertüchtigung der Elektrotechnik. Der Einbau des ersten Räumers erfolgte im September, der zweite im Oktober 2021. Auftragnehmer ist die HIK GmbH, Rahden.

Nach 17 Jahren fast am Ziel – Gewerbegebiet Remsfeld soll bis Oktober 2021 erschlossen sein

Remsfeld – In dem interkommunalen Gewerbegebiet Schwalm-Eder-Mitte bei Remsfeld finden nun die letzten Bauarbeiten statt. Unter anderem soll eine Straße für Rettungsdienste gebaut werden. Wir schauen auf die Zahlen des Projekts, das von drei Kommunen getragen wird.
1,4 Millionen Euro investiert der Zweckverband Schwalm-Eder-Mitte in den Endausbau. Der größte Anteil mit über 420 000 Euro ist für den Bau der Behelfsstraße angedacht, die vor allem Rettungsdienste nutzen sollen.
3Kommunen haben sich zu dem Zweckverband zusammengeschlossen: Homberg, Knüllwald und Schwarzenborn. Gemeinsam sind sie für das interkommunale Gewerbegebiet Knüllwald-Remsfeld verantwortlich. Dort war gestern der Spatenstich für den dritten und letzten Bauabschnitt. Zur Erschließung werden nun unter anderem ein Versickerungsbecken im Wald, ein Regenrückhaltebecken und zwei Straßen gebaut. Den Auftrag dafür hat die Firma Fritz Franke aus Morschen.
6,5 Meter breit wird die Anbindung der Planstraße B an die Kreisstraße haben. „So dass Lkw im Gegenverkehr passieren können“, betont Jürgen Liebermann, der als Bürgermeister von Schwarzenborn der Vorsitzende des Zweckverbandes ist. Dennoch soll dieser Zuweg in erster Linie von Rettungsdiensten oder bei Unfällen in der Schilfwiese als Ausweichmöglichkeit genutzt werden. Um einen regen Verkehr über diese Straße zu verhindern, soll diese mit einer Schranke gesperrt werden.
17 Jahre sind seit Beginn der Planung des Gewerbegebiets im Jahr 2004 vergangen. In dieser Zeit wurden die ersten beiden Bauabschnitte erschlossen, verkauft und durch die angesiedelten Unternehmen bebaut.
Dazu zählen unter anderem der Autohof, eine LNG-Tankstelle, Amazon, der Ladungsverbund Elvis und andere Logistikunternehmen.
450 Arbeitsplätze sind nach Angaben von Liebermann und Landrat Winfried Becker in dem Gewerbegebiet inzwischen entstanden. 250 bis 300 weitere sollen bald folgen.
755 Lkw sollen das Ge- werbegebiet nach dem Endausbau täglich befahren. Derzeit sind es laut Liebermann 425. Etwa 700 von den 755 werden demnach nachts fahren. Dem Vorsitzenden des Zweckverbandes sei bewusst, dass die parkenden Lkw im Gewerbegebiet und im Ort ein Ärgernis darstellten. Aus diesem Grund werde das Ordnungsamt Homberg nachts Kontrollen vornehmen. Dabei soll jeder Kontrolleur von einem Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes begleitet werden. Liebermann betonte jedoch, dass sich bei den bisherigen Kontrollen ergeben habe, dass die geparkten Lastwagen nichts mit dem Gewerbegebiet zu tun hätten. Er hofft außerdem darauf, dass sich die Situation durch den Bau des Lkw-Parkplatzes Hasselberg entspannen werde.
35 000 Quadratmeter (knapp fünf Fußballfelder) könnte die Halle groß werden, die auf dem dritten Bauabschnitt auf 40 000 Quadratmetern Fläche errichtet werden kann. Liebermann deutete an, dass sich auch dort ein Logistikunternehmen ansiedeln werde, nannte jedoch kein Konkretes.

Quelle: Fritzlar-Homberger Allgemeine vom 02.07.2021, Seite 3

Wasserverband Hochsauerland: Verbindungsleitung Südlicher Lückenschluss

Im Auftrag des Wasserverband Hochsauerland verbindet zukünftig eine neue 15,5 km lange Wassertransportleitung den Hochbehälter Robbecke (Schmallenberg) mit dem Hochbehälter Astenturm (Winterberg). Hierdurch wird das bereits 122 km lange Verbundnetz ergänzt und sichert so von Sundern bis Hallenberg und Medebach die Trinkwasserversorgung ab.

Die Westfalenpost hat einen Artikel über dieses große spannende Projekt geschrieben, den Sie über folgenden Link finden:

https://www.wp.de/staedte/altkreis-brilon/wasserverband-hochsauerland-wichtiges-versorgungsprojekt-id232441329.html

Wasserwerk in Fuldatal-Wilhelmshausen wurde im laufenden Betrieb erneuert

Das Wasserwerk in Wilhelmshausen wurde ein Jahr lang bei laufendem Betrieb technisch erneuert. Das Wasser kommt bei den Fuldatalern jetzt digital gesteuert aus dem Hahn.

Fuldatal – Ein bisschen war es wie Tetris spielen, nur im realen Leben und bei höchstem Schwierigkeitsgrad. Denn die Ingenieure und Projektleiter Eva Weller und Michael Rempe vom Ingenieurbüro Oppermann aus Vellmar haben bei laufendem Betrieb ein Jahr lang das in die Jahre gekommene Wasserwerk in Wilhelmshausen umgebaut und modernisiert.

„Da muss man genau schauen, welche Verbindungen man berücksichtigen muss und was passiert, wenn was ausfällt“, sagt Weller.

Auch die Architektur des Hauses wurde erneuert

Am Ende sind 40 Meter Rohrleitung durch die Vereinfachung der Abläufe verschwunden und die alten Guss- und PVC-Rohre durch Edelstahlrohre ersetzt worden. Zudem wurde die technische Ausrüstung wie Pumpen, Armaturen und Wasserzähler sowie die gesamte Elektro- und Steuertechnik erneuert.

„Jetzt kann man nichts mehr wegnehmen. Jetzt ist alles strukturiert und man kann nichts mehr verbessern“, sagt Michael Rempe.

Auch in die Architektur des Hauses am nördlichen Ende von Wilhelmshausen, das im Wasserschutzgebiet steht, haben die Ingenieure eingegriffen. So wurde das Flachdach erneuert und verändert und der ehemalige Zugang zu den Wasserkammern durch eine wasserdruckdichte Tür ersetzt.

Technik war noch auf dem Stand von vor 50 Jahren

Jetzt kann man, wenn man im Bauch des Wasserwerks steht, wie in einem U-Boot durch Luken in die Wasserkammer hineinschauen.

Auch die Kammer selber wurde erneuert und neu ausgekleidet. Bisher war sie mit Fließen verkleidet. Die waren mittlerweile in schlechtem Zustand, lösten sich teilweise, weil auch der Mörtel angegriffen war. Nun wurden Kunststoffplatten aus Polyethylen eingesetzt.

Überhaupt war die Technik auf dem Stand von vor 50 Jahren. „Der Schaltschrank hatte noch die Erstausstattung von 1972 mit Keramiksicherungen“, sagt Rempe. Die seien mittlerweile eine Rarität, Ersatzteile nur noch auf dem Flohmarkt zu bekommen.

Anlage ist fernüberwacht und kann digital gesteuert werden

Seit März wird das Wasserwerk nun mit modernster Technik digital gesteuert. So können Kevin Terno und Stefan Schütze, die bei der Gemeinde als Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik arbeiten, über ein Display sehen, wie viel Wasser gerade verbraucht wird und aus welchem Hochbehälter es kommt, erklärt Schütze.

Seit 26 Jahren arbeitet er bei der Gemeinde und es sei vieles einfacher geworden durch die Modernisierung. „Ich kann mich über alles informieren, egal wo ich gerade bin“, sagt Schütze. Denn die Anlage sei fernüberwacht.

Die Meldungen über Wasserstand- und verbrauch laufen auch auf seinem Smartphone und Laptop ein. „Ich könnte sogar aus der Ferne einen Schieber auf und zu machen“, erklärt der 61-Jährige.

Umbau führt zu erheblichen eingesparten Energiekosten

Heute müssen die Pumpen nicht mehr ständig Hochleistung bringen, denn sie werden genau auf den Wasserverbrauch abgestimmt. „Die machen nur noch, was nötig ist und fahren nicht immer Vollgas“, sagt Rempe. So hat der Umbau auch dazu beigetragen, erhebliche Energiekosten einzusparen.

Eine der alten gusseisernen Rohrleitungen steht jetzt bei Rempe und Weller im Büro. Die ursprünglich 15 Zentimeter Innendurchmesser sind in diesem Rohr über die vielen Jahre zu acht Zentimetern geworden, weil sich Kalzium, Magnesium und Eisen mit der Zeit am Innenrohr abgesetzt haben.

„Das ist wie beim Menschen, wenn die Arterien verkalken“, erklärt Rempe. Um die gleiche Menge Wasser durchzupumpen, benötige es mehr Druck und Geschwindigkeit und deshalb mehr Energie. Jetzt fließt das Wasser wieder ohne Widerstand und kommt digital gesteuert bei den Fuldatalern aus dem Hahn.

Quelle: HNA (Hessische Niedersächsische Allgemeine Zeitung)

Foto: © Amira El Ahl