Ein besonderes Projekt – Aufbau einer Wasserversorgung für den Holzberegnungsplatz Burgwald / Bottendorf

Für die Forstverwaltung Burgwald / Bottendorf (HessenForst) kam das Verbot der Wasserentnahme aus dem Bach / Vorfluter „Nemphe“ überraschend!

Stämme im Millionenwert drohten umzukommen, wenn nicht zeitnah eine Wasserversorgung für den Holzberegnungsplatz Burgwald / Bottendorf aufgebaut werden kann.

Aber auch bei solchen Problemen muss das Haushaltsrecht des Landes Hessen berücksichtigt werden.

Die technische Idee von einem Endhydranten an der Bundesstraße 252, das Wasser mit ca. 1.100 m B-Schläuchen der Feuerwehr aufzubauen, war von uns – auch die Hydraulik! Die Druckverlusttabellen für die 75 mm B-Schläuche fischten wir im Internet aus einer Publikation der AGV, der „Aargauischen Gebäudeversicherung“ der Schweiz.

Auch haben wir die Details der Wasserentnahme an der B 252 mit Hessen Mobil ohne verkehrsgefährdendes Standrohr abgestimmt, ein passendes Entnahmestück bauen lassen und das Ganze in einem schnell erstellten „Antrag auf Nutzungserlaubnis vom Straßengrundstück B 252“ rechtlich gesichert.

Blieb nur noch die zeitnahe Beschaffung von insgesamt 1.200 m B-Schläuchen. Aber auch hier gab es eine Lösung: Mit einem VW T5 (Allrad) eines Büro-Mitarbeiters wurden am Freitag, den 27.03.2020 die erforderlichen 60 Schläuche mit rd. 650 kg Gewicht kurzerhand in einer Schlauchfabrik in Marsberg abgeholt und direkt zu den wartenden Forstmitarbeitern nach Burgwald / Bottendorf gefahren.

Zwei Stunden später, nach der Verlegung der Schläuche, hieß es dann – Wasser marsch!

Durch die „fliegende“ Leitung werden rd. 220 m³ pro Tag in die Beregnungsteiche übergeleitet. Kurze Zeit später konnte die Beregnung der Holzstämme wieder aufgenommen werden.

 

 

 

Exkursion – Kanalsanierung Fuldatal-Wilhelmshausen

Anfang März haben die Auszubildenden des 1. und 2. Lehrjahres unseres Betriebes zusammen mit einem Praktikanten/Studenten, dem zuständigen Projektleiter und dem Ausbildungsleiter eine Exkursion nach Wilhelmshausen zu einer Kanalsanierung gemacht. Dabei handelte es sich um die Sanierung eines Mischwasserkanals mit der Methode der Schlauchliner-Sanierung. Als Schlauchliner wird ein Gewebeschlauch mit eingepresstem Epoxidharz bezeichnet, der sich von innen eng an den alten Kanal anlegt.

Zur Vorbereitung durchfährt ein Kanalroboter den Kanal und misst die Abzweige der Hausanschlüsse ein. Danach wird der platte Schlauchliner in den Kanal eingezogen, die Enden luftdicht verschlossen und mit Hilfe von Druckluft aufgebläht. Dadurch legt sich der Schlauchliner eng an den alten Kanal. Im Anschluss wird eine UV-Lichterkette langsam durch den Inliner gezogen. Durch das Beschießen mit ultraviolettem Licht wird der Inliner ausgehärtet. Wenn der Kanal fertig ausgehärtet ist fährt der Kanalroboter erneut durch den Kanal und fräst die eingemessenen Hausanschlüsse wieder frei. Im Anschluss setzt der Kanalroboter Schalungen, um die Hausanschlüsse mit dem sanierten Kanal wieder zu verbinden. Die Schalung wird mit Epoxidharz verpresst. Nachdem das Harz ausgehärtet ist kann die Schalung wieder entfernt werden.

Die Sanierung durch diese Methode kann allerdings nicht jederzeit durchgeführt werden. Zur Ausführung muss der Kanalabschnitt nahezu trockengelegt werden. Dazu wird der vorangegangene Kanalabschnitt am nächsten Schacht entgegen der Fließrichtung mit einer Blase verschlossen, sodass sich das Wasser in diesem Schacht stauen kann. Sobald genug Wasser gestaut wurde, pumpt eine Pumpe das Abwasser aus dem Schacht, durch einen Schlauch und in den nächsten Schacht hinter dem zu sanierenden Kanalabschnitt. Aufgrund dieser Wasserhaltung muss im Zeitraum der Maßnahme die Abwasserproduktion auf ein Minimum reduziert werden. Zusätzliche Erschwerung gibt es bei Mischsystemen, so wie in diesem Fall. In diesem System wird, im Gegensatz zum Trennsystem, das Regenwasser gemeinsam mit dem Abwasser weggeführt. Daher wird der Kanal bei Regen noch zusätzlich belastet. Dann wird im Normalfall die Maßnahme unterbrochen, da die Wasserhaltung zu kompliziert und vor allem zu unwirtschaftlich wird.

Verfasser: F. H. Auszubildender im zweiten Lehrjahr

 

 

UV-Licht im Kanal – OT Wilhelmshausen

Die Gemeinde Fuldatal saniert im OT Wilhelmshausen schadhafte Abwasserkanäle in unterschiedlichen Dimensionen.

In den nächsten Wochen wird die Fa. Geiger Kanaltechnik im Auftrag der Gemeinde rd. 1350 m mittels Schlauchlinertechnik sanieren.

Ausgehärtet werden die Werkseitig hergestellten Schlauchliner in den Nennweiten DN 300 bis 600 mm mittels UV-Licht.

Im Nachgang werden ca. 100 Hausanschlüsse in geschlossener Bauweise „Grabenlos“ angebunden.

 

Kläranlage Fuldabrück

Die Gemeinde Fuldabrück betreibt im OT Dennhausen eine in den 70er Jahren errichtete kommunale Kläranlage Fuldabrück-Dennhausen mit einer Ausbaugröße von 9.800 EW. Die Anlage verfügt neben der mechanisch-biologischen Reinigung über eine anaerobe Schlammbehandlung mittels Faulung sowie einer stationären Schlammentwässerung.

Die Gemeinde Fuldabrück hat sich dazu entschlossen, die Schlammbehandlung auf dem bestehenden Betriebsgelände neu zu errichten. Zum Einsatz sollte dabei ein sogenannter KomBio-Reaktor kommen, der Faulraum und Gasspeicher in einem Bauwerk vereint und somit die wirtschaftlichste Lösung für die Anlage in Fuldabrück darstellte. Diese Systembauweise wurde bereits in Deutschland auf mehreren kommunalen Anlagen eingesetzt, sodass hier ausreichend Betriebserfahrungen vorlagen.

Das Ingenieurbüro OPPERMANN GMBH wurde beauftragt die o. g. Lösung entwurfsmäßig auszuarbeiten und baulich umzusetzen.

Durch den Neubau der Anlagenteile konnte der Betrieb der Altanlage parallel weiterlaufen, sodass auch während der Bauzeit die Abwasserreinigung und Schlammbehandlung sichergestellt wurde.

Folgende Anlageteile wurden u. A. neu errichtet:

  • Faulbehälter VFB = 700 mit integriertem Gasspeicherraum VGas = 230 m³
  • Zwei Voreindicker als statische Eindickung und Schlammvorlage für die Beschickung des Faulbehälters
  • Technikgebäude mit getrennten Räumen für Pumpentechnik, Niederspannungsunterverteilung und Gasraum mit Gasreinigung mit Kiesfilter, Feinfilter und Siloxanabscheidung
  • Gasfackel mit Vorschacht
  • BHKW im Energiecontainer mit einer Gesamtleistung von ca. 100 KW (elektrischer Leistung ca. 30 KW, Wärmeleistung ca. 60 KW).

Der Bau des neuen Faulturms, des Technikgebäudes und des neuen Blockheizkraftwerkes inklusive Schlammeindicker hat rund 2,1 Millionen Euro gekostet. Die Bauzeit betrug ca. eineinhalb Jahre.

Seit Anfang des Jahres 2020 ist die Anlage komplett in Betrieb.

Die Uferstraße in Frankenberg wird zur Promenade – Baustellenupdate

Die Arbeiten zur Umgestaltung der Uferstraße in Frankenberg gehen mit großen Schritten voran.

Prägendes Merkmal dieser Maßnahme ist die Absenkung des Straßenkörpers um stellenweise bis zu 2 Meter, um einen Ebenen Zugang zur Eder zu ermöglichen. Nur so war es möglich eine zur Eder offene Promenade zu gestalten und dem Bereich eine sehr hohe Verkehrs- und Aufenthaltsqualität zu geben. Der durch den Verkehr ursprünglich eingenommene Raum wird optisch deutlich reduziert, die Funktionalität dennoch deutlich gesteigert.

Bad Karlshafen – TV-Inspektion der Grundstücksentwässerung im barocken Umfeld

Der Hafenplatz in Bad Karlshafen soll im Anschluss an die Wiederanbindung des historischen Hafens an die Weser umgestaltet werden. Hierzu ist die ARGE OPPERMANN GMBH / GTL Michael Triebswetter, Landschaftsarchitekt mit den Leistungen der Verkehrsanlagenplanung / Freianlagenplanung im Hafenumfeld beauftragt.

Im Vorfeld dieser Planungsphase sollte – im Auftrag der Stadt Bad Karlshafen und der technischen Betriebsführung (AWS GmbH) – der bestehende Kanal im Ausbaubereich auf Schäden untersucht werden.

Der Hafenplatz ist durch einen barocken Altstadtkern geprägt. Die angrenzenden Gebäude am historischen Hafen haben eine einheitliche Gebäudefront mit rückwärtig gelegenen Innenhöfen.

Die Entwässerung der Gebäude erfolgt sowohl im Misch- als auch im Trennsystem. Die zu untersuchenden Anschlusssammlerleitungen laufen durch vorhandene Innenhöfe und sind zum Teil überbaut. Der Leitungsverlauf weist auf ein historisch gewachsenes Entwässerungssystem hin.

Eine vollständige Untersuchung konnte in der Vergangenheit – aufgrund der schwierigen Zugänglichkeit und der Überbauung – nicht durchgeführt werden. Der Kanalzustand sowie die Trassierung sind teilweise unbekannt.

Die Ingenieurbüro OPPEMANN GMBH aus Vellmar ist seit rund 40 Jahren für die Stadt Bad Karlshafen tätig. Zur Erstellung eines belastbaren Inspektionsplanes wurden durch das Büro Kanalbestandsunterlagen ausgewertet und das digitale Kanalkataster aktualisiert.

Eine Vermessung der Anschlussleitungskanalisation erfolgte nicht. Aber eine Befragung der Anlieger zur Leitungsführung wurde durchgeführt.

Nach Fertigstellung des Inspektionsplanes wurden durch das Ingenieurbüro OPPERMANN die Anforderungen an die Kanalreinigung und TV-Inspektion festgelegt. Eine Anfahrbarkeit des Kanalsystems mit einem Inspektionsfahrzeug in die Innenhöfe war nicht möglich. Die Zugänglichkeit war in Teilbereichen nur über private Gebäude durchführbar. Somit musste die Untersuchung mit einer kompakten Schiebekamera-Anlage erfolgen. Da der genaue Kanalverlauf nicht bekannt bzw. unsicher war, wurde die Anforderung der Rohrverlaufsmessung gestellt. Ziel war es, das Leitungssystem möglichst vollständig zu untersuchen und neue Kanalverläufe zu erfassen.

Die erforderlichen Inspektionsleistungen wurden bei verschiedenen Firmen angefragt, den Zuschlag erhielt die Firma Müller-Kanalservice aus Witzenhausen.

Die Firma Müller Kanalservice setzt – für diesen anspruchsvollen Einsatz – das Kamerasystem MiniLite des Kameraherstellers IBAK mit Map-Erweiterung für die Rohrverlaufsmessung ein.

Für die Durchführung der Untersuchung wurde der Firma Müller-Kanalservice der digitale Kanalbestand als AutoCAD-DXF-Datei und ISYBAU-Datei (Format 2006) vom Ingenieurbüro OPPERMANN zur Verfügung gestellt. Die Daten wurden in das Map-System eingelesen. Auf dieser Grundlage erfolgte in der KW 37/38 2019 die TV-Untersuchung in enger Abstimmung mit den Anliegern.

Der Kanalabschnitt konnte fast vollständig inspiziert werden. Neue Kanalverläufe sind in der Inspektionssoftware (MAP-Erweiterung) aufgezeichnet worden.

Der 3-dimensional erfasste Kanalverlauf und Kanalzustand wurde im Anschluss durch Mitarbeiter der OPPERMANN GMBH im XML-Format in die Kanaldatenbank-Software importiert und ausgewertet.

Die Ergebnisse werden in die Planung zur Neugestaltung des Hafenumfeldes einfließen.

VBI-Nachwuchswerbekampagne „Ingenieurtalente“

Das Ingenieurbüro OPPERMANN unterstützt den Imagefilm zum Thema Ingenieurtalente des VBI.

Mithilfe einiger Mitglieder des VBI (Verband Beratender Ingenieure) wurde der Imagefilm produziert.

Der Kurzfilm gewährt einen Einblick in den Beruf des Bauingenieurs in der Siedlungswasserwirtschaft und in den Ingenieuralltag.

Dürfen wir vorstellen: Unsere sechs Auszubildenden

Am 01.08.2019 war der Startschuss unserer vier neuen Auszubildenden in das erste Ausbildungsjahr.

Wir durften eine angehende Kauffrau für Büromanagement und drei angehende Bauzeichner/-innen willkommen heißen.

Zwei der Auszubildenden im Bereich Bauzeichner haben im letzten Jahr begonnen und befinden sich nun im zweiten Ausbildungsjahr.

Ein Lindwurm zieht durch die Stadt Springe

Die Anlieger der Harmsmühlenstraße in Springe staunten nicht schlecht als ein 160 m langer und rd. 26000 kg schwerer Rohrstrang in die nördliche Harmsmühlenstraße gezogen wurde.

Mit diesem Rohrstrang wurde der vorhandene, geschädigte, Mischwasserkanal DN 1000 mm mittels dem Berstverfahren erneuert.

Bei diesem Verfahren wird mit einem Aufweitkopf der Altkanal zerstört, die entstehenden Scherben in das umliegende Erdreich verdrängt und in den aufgeweiteten Querschnitt der Neurohrstrang mit einem Außendurchmesser von DA 990 mm eingezogen.

Im Nachgang erfolgte die Anbindung der Hausanschlüsse in offener Bauweise.

Der Einbau wurde innerhalb eines Tages durchgeführt.

Kanalsanierung in Bad Hersfeld startet in die nächste Runde

Beginn der Sanierung der Abwasserkanäle und -leitungen am Johannesberg.

Der aktuelle Abschnitt ist bereits der 4 Abschnitt der in offener und geschlossener Bauweise saniert wird.

Saniert werden 2600 m Kanalhaltungen in den Nennweiten DN 250 bis 800 mm sowie 160 Anschlussleitungen.

Die Maßnahme wird bis Ende des Jahres fertiggestellt um zu gewährleisten, dass die schadhaften Kanäle ihre Funktion wieder aufnehmen können.