Nach 17 Jahren fast am Ziel – Gewerbegebiet Remsfeld soll bis Oktober 2021 erschlossen sein

Remsfeld – In dem interkommunalen Gewerbegebiet Schwalm-Eder-Mitte bei Remsfeld finden nun die letzten Bauarbeiten statt. Unter anderem soll eine Straße für Rettungsdienste gebaut werden. Wir schauen auf die Zahlen des Projekts, das von drei Kommunen getragen wird.
1,4 Millionen Euro investiert der Zweckverband Schwalm-Eder-Mitte in den Endausbau. Der größte Anteil mit über 420 000 Euro ist für den Bau der Behelfsstraße angedacht, die vor allem Rettungsdienste nutzen sollen.
3Kommunen haben sich zu dem Zweckverband zusammengeschlossen: Homberg, Knüllwald und Schwarzenborn. Gemeinsam sind sie für das interkommunale Gewerbegebiet Knüllwald-Remsfeld verantwortlich. Dort war gestern der Spatenstich für den dritten und letzten Bauabschnitt. Zur Erschließung werden nun unter anderem ein Versickerungsbecken im Wald, ein Regenrückhaltebecken und zwei Straßen gebaut. Den Auftrag dafür hat die Firma Fritz Franke aus Morschen.
6,5 Meter breit wird die Anbindung der Planstraße B an die Kreisstraße haben. „So dass Lkw im Gegenverkehr passieren können“, betont Jürgen Liebermann, der als Bürgermeister von Schwarzenborn der Vorsitzende des Zweckverbandes ist. Dennoch soll dieser Zuweg in erster Linie von Rettungsdiensten oder bei Unfällen in der Schilfwiese als Ausweichmöglichkeit genutzt werden. Um einen regen Verkehr über diese Straße zu verhindern, soll diese mit einer Schranke gesperrt werden.
17 Jahre sind seit Beginn der Planung des Gewerbegebiets im Jahr 2004 vergangen. In dieser Zeit wurden die ersten beiden Bauabschnitte erschlossen, verkauft und durch die angesiedelten Unternehmen bebaut.
Dazu zählen unter anderem der Autohof, eine LNG-Tankstelle, Amazon, der Ladungsverbund Elvis und andere Logistikunternehmen.
450 Arbeitsplätze sind nach Angaben von Liebermann und Landrat Winfried Becker in dem Gewerbegebiet inzwischen entstanden. 250 bis 300 weitere sollen bald folgen.
755 Lkw sollen das Ge- werbegebiet nach dem Endausbau täglich befahren. Derzeit sind es laut Liebermann 425. Etwa 700 von den 755 werden demnach nachts fahren. Dem Vorsitzenden des Zweckverbandes sei bewusst, dass die parkenden Lkw im Gewerbegebiet und im Ort ein Ärgernis darstellten. Aus diesem Grund werde das Ordnungsamt Homberg nachts Kontrollen vornehmen. Dabei soll jeder Kontrolleur von einem Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes begleitet werden. Liebermann betonte jedoch, dass sich bei den bisherigen Kontrollen ergeben habe, dass die geparkten Lastwagen nichts mit dem Gewerbegebiet zu tun hätten. Er hofft außerdem darauf, dass sich die Situation durch den Bau des Lkw-Parkplatzes Hasselberg entspannen werde.
35 000 Quadratmeter (knapp fünf Fußballfelder) könnte die Halle groß werden, die auf dem dritten Bauabschnitt auf 40 000 Quadratmetern Fläche errichtet werden kann. Liebermann deutete an, dass sich auch dort ein Logistikunternehmen ansiedeln werde, nannte jedoch kein Konkretes.

Quelle: Fritzlar-Homberger Allgemeine vom 02.07.2021, Seite 3

Wasserverband Hochsauerland: Verbindungsleitung Südlicher Lückenschluss

Im Auftrag des Wasserverband Hochsauerland verbindet zukünftig eine neue 15,5 km lange Wassertransportleitung den Hochbehälter Robbecke (Schmallenberg) mit dem Hochbehälter Astenturm (Winterberg). Hierdurch wird das bereits 122 km lange Verbundnetz ergänzt und sichert so von Sundern bis Hallenberg und Medebach die Trinkwasserversorgung ab.

Die Westfalenpost hat einen Artikel über dieses große spannende Projekt geschrieben, den Sie über folgenden Link finden:

https://www.wp.de/staedte/altkreis-brilon/wasserverband-hochsauerland-wichtiges-versorgungsprojekt-id232441329.html

Renaturierung der Eder in Wabern

Die Eder wurde in den letzten Jahren abschnittweise renaturiert und somit in ihre ursprüngliche Form gebracht, um für die vielen Tierarten, die sich in dem Gewässer tummeln, wieder einen optimalen Lebensraum herzustellen.

Hierzu gibt es einen interessanten Artikel: https://www.hna.de/lokales/fritzlar-homberg/wabern-ort79909/in-der-eder-sollen-sich-tiere-tummeln-90791316.html

 

Bad Wildungen – Renaturierung des Sonderbaches sowie Erneuerung des Rahmenprofils

Schon seit 20 Jahren renaturiert die Stadt Bad Wildungen den Sonderbach, der regional auch „Sonder“ genannt wird, in Teilabschnitten.
Im aktuellen Teilstück fließt der Sonderbach in einem geschlossenen Profil unter dem Gebäude der Studienakademie und weiter in einem Kastenprofil unter der Zufahrt und dem Parkplatz hindurch.
Geplant ist die Sonder hinter dem Gebäude auf dem großen Wiesengelände umzulegen und auf einer Länge von rd. 81 m naturnah umzugestalten.
Das vorhandene Kastenprofil ist in einem baulich sehr schlechten Zustand und muss erneuert werden. Durch hydraulische Berechnungen wurde für das neue Rahmenprofil ein notwendiger Durchflussquerschnitt von 4,00 m x 1,60 m ermittelt.
Auf einer Länge von rund 37 m werden in zwei Bauabschnitten Fertigteile mit Hilfe eines Autokrans gesetzt. Mit dem Versetzen der Elemente wurde am 05.05.2021 begonnen.

Zentralklärwerk Eschwege – Betonsanierung im Regenüberlauf- und Vorklärbecken

Auf dem Gelände des Zentralklärwerks der Stadt Eschwege befindet sich ein Stahlbetonbecken, das in Regenüberlauf- und Vorklärbecken aufgeteilt ist. Da das Bauwerk augenscheinlich Schäden aufwies (u.a. freiliegende Bewehrung, Rissbildung), hat der Magistrat der Stadt Eschwege uns mit der Planung und Bauleitung der Sanierung beauftragt.
Dafür wurde im Juni 2020 in einem ersten Schritt der Ist-Zustand vor Ort in Augenschein genommen, Schadstellen markiert, dokumentiert und die Bauwerksubstanz in Zusammenarbeit mit einem Baustofflabor auf chemische Schädigungen untersucht.
Darauf aufbauend wurde die Betonsanierung im Herbst / Winter geplant und die Maßnahmen ausgeschrieben. Die Sanierungsarbeiten sind Ende April begonnen worden, der geschädigte Beton wurde abgestemmt und anschließend mit abwasserbeständigen und kunststoffmodifizierten Betonersatz reprofiliert. Die freiliegende Bewehrung erhält eine Korrosionsschutzbeschichtung. Abschließend wird eine Oberflächenbeschichtung aufgebracht.

 

 

Erneuerung der Wasserversorgung in der Gemeinde Diemelsee

In der Gemeinde Diemelsee soll die Wasserversorgung zwischen Heringhausen und Adorf neu geordnet werden. Im Mittelpunkt steht hier der Bau des neuen Hochbehälters „Egge“ sowie der Bau bzw. die Erweiterung von Transportleitungen, Pump- und Druckminderstationen. Das Großprojekt hat einen Gesamtwert von rund 3,2 Millionen Euro.
Im März wurde mit der Verlegung und Erneuerung der Verbindungsleitungen (3,2 km Länge) von dem Hochbehälter „Egge“ in Richtung Heringhausen begonnen. Ab Herbst beginnt die Erneuerung der Verbindungsleitungen in Adorf. Ab Mai soll dann der Bau der Stahlhalle für den Hochbehälter mit einem Gesamtvolumen von 1.600 m3 beginnen. Das Gesamtprojekt soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Ein besonderes Projekt – Aufbau einer Wasserversorgung für den Holzberegnungsplatz Burgwald / Bottendorf

Für die Forstverwaltung Burgwald / Bottendorf (HessenForst) kam das Verbot der Wasserentnahme aus dem Bach / Vorfluter „Nemphe“ überraschend!

Stämme im Millionenwert drohten umzukommen, wenn nicht zeitnah eine Wasserversorgung für den Holzberegnungsplatz Burgwald / Bottendorf aufgebaut werden kann.

Aber auch bei solchen Problemen muss das Haushaltsrecht des Landes Hessen berücksichtigt werden.

Die technische Idee von einem Endhydranten an der Bundesstraße 252, das Wasser mit ca. 1.100 m B-Schläuchen der Feuerwehr aufzubauen, war von uns – auch die Hydraulik! Die Druckverlusttabellen für die 75 mm B-Schläuche fischten wir im Internet aus einer Publikation der AGV, der „Aargauischen Gebäudeversicherung“ der Schweiz.

Auch haben wir die Details der Wasserentnahme an der B 252 mit Hessen Mobil ohne verkehrsgefährdendes Standrohr abgestimmt, ein passendes Entnahmestück bauen lassen und das Ganze in einem schnell erstellten „Antrag auf Nutzungserlaubnis vom Straßengrundstück B 252“ rechtlich gesichert.

Blieb nur noch die zeitnahe Beschaffung von insgesamt 1.200 m B-Schläuchen. Aber auch hier gab es eine Lösung: Mit einem VW T5 (Allrad) eines Büro-Mitarbeiters wurden am Freitag, den 27.03.2020 die erforderlichen 60 Schläuche mit rd. 650 kg Gewicht kurzerhand in einer Schlauchfabrik in Marsberg abgeholt und direkt zu den wartenden Forstmitarbeitern nach Burgwald / Bottendorf gefahren.

Zwei Stunden später, nach der Verlegung der Schläuche, hieß es dann – Wasser marsch!

Durch die „fliegende“ Leitung werden rd. 220 m³ pro Tag in die Beregnungsteiche übergeleitet. Kurze Zeit später konnte die Beregnung der Holzstämme wieder aufgenommen werden.

 

 

 

Exkursion – Kanalsanierung Fuldatal-Wilhelmshausen

Anfang März haben die Auszubildenden des 1. und 2. Lehrjahres unseres Betriebes zusammen mit einem Praktikanten/Studenten, dem zuständigen Projektleiter und dem Ausbildungsleiter eine Exkursion nach Wilhelmshausen zu einer Kanalsanierung gemacht. Dabei handelte es sich um die Sanierung eines Mischwasserkanals mit der Methode der Schlauchliner-Sanierung. Als Schlauchliner wird ein Gewebeschlauch mit eingepresstem Epoxidharz bezeichnet, der sich von innen eng an den alten Kanal anlegt.

Zur Vorbereitung durchfährt ein Kanalroboter den Kanal und misst die Abzweige der Hausanschlüsse ein. Danach wird der platte Schlauchliner in den Kanal eingezogen, die Enden luftdicht verschlossen und mit Hilfe von Druckluft aufgebläht. Dadurch legt sich der Schlauchliner eng an den alten Kanal. Im Anschluss wird eine UV-Lichterkette langsam durch den Inliner gezogen. Durch das Beschießen mit ultraviolettem Licht wird der Inliner ausgehärtet. Wenn der Kanal fertig ausgehärtet ist fährt der Kanalroboter erneut durch den Kanal und fräst die eingemessenen Hausanschlüsse wieder frei. Im Anschluss setzt der Kanalroboter Schalungen, um die Hausanschlüsse mit dem sanierten Kanal wieder zu verbinden. Die Schalung wird mit Epoxidharz verpresst. Nachdem das Harz ausgehärtet ist kann die Schalung wieder entfernt werden.

Die Sanierung durch diese Methode kann allerdings nicht jederzeit durchgeführt werden. Zur Ausführung muss der Kanalabschnitt nahezu trockengelegt werden. Dazu wird der vorangegangene Kanalabschnitt am nächsten Schacht entgegen der Fließrichtung mit einer Blase verschlossen, sodass sich das Wasser in diesem Schacht stauen kann. Sobald genug Wasser gestaut wurde, pumpt eine Pumpe das Abwasser aus dem Schacht, durch einen Schlauch und in den nächsten Schacht hinter dem zu sanierenden Kanalabschnitt. Aufgrund dieser Wasserhaltung muss im Zeitraum der Maßnahme die Abwasserproduktion auf ein Minimum reduziert werden. Zusätzliche Erschwerung gibt es bei Mischsystemen, so wie in diesem Fall. In diesem System wird, im Gegensatz zum Trennsystem, das Regenwasser gemeinsam mit dem Abwasser weggeführt. Daher wird der Kanal bei Regen noch zusätzlich belastet. Dann wird im Normalfall die Maßnahme unterbrochen, da die Wasserhaltung zu kompliziert und vor allem zu unwirtschaftlich wird.

Verfasser: F. H. Auszubildender im zweiten Lehrjahr

 

 

UV-Licht im Kanal – OT Wilhelmshausen

Die Gemeinde Fuldatal saniert im OT Wilhelmshausen schadhafte Abwasserkanäle in unterschiedlichen Dimensionen.

In den nächsten Wochen wird die Fa. Geiger Kanaltechnik im Auftrag der Gemeinde rd. 1350 m mittels Schlauchlinertechnik sanieren.

Ausgehärtet werden die Werkseitig hergestellten Schlauchliner in den Nennweiten DN 300 bis 600 mm mittels UV-Licht.

Im Nachgang werden ca. 100 Hausanschlüsse in geschlossener Bauweise „Grabenlos“ angebunden.

 

Kläranlage Fuldabrück

Die Gemeinde Fuldabrück betreibt im OT Dennhausen eine in den 70er Jahren errichtete kommunale Kläranlage Fuldabrück-Dennhausen mit einer Ausbaugröße von 9.800 EW. Die Anlage verfügt neben der mechanisch-biologischen Reinigung über eine anaerobe Schlammbehandlung mittels Faulung sowie einer stationären Schlammentwässerung.

Die Gemeinde Fuldabrück hat sich dazu entschlossen, die Schlammbehandlung auf dem bestehenden Betriebsgelände neu zu errichten. Zum Einsatz sollte dabei ein sogenannter KomBio-Reaktor kommen, der Faulraum und Gasspeicher in einem Bauwerk vereint und somit die wirtschaftlichste Lösung für die Anlage in Fuldabrück darstellte. Diese Systembauweise wurde bereits in Deutschland auf mehreren kommunalen Anlagen eingesetzt, sodass hier ausreichend Betriebserfahrungen vorlagen.

Das Ingenieurbüro OPPERMANN GMBH wurde beauftragt die o. g. Lösung entwurfsmäßig auszuarbeiten und baulich umzusetzen.

Durch den Neubau der Anlagenteile konnte der Betrieb der Altanlage parallel weiterlaufen, sodass auch während der Bauzeit die Abwasserreinigung und Schlammbehandlung sichergestellt wurde.

Folgende Anlageteile wurden u. A. neu errichtet:

  • Faulbehälter VFB = 700 mit integriertem Gasspeicherraum VGas = 230 m³
  • Zwei Voreindicker als statische Eindickung und Schlammvorlage für die Beschickung des Faulbehälters
  • Technikgebäude mit getrennten Räumen für Pumpentechnik, Niederspannungsunterverteilung und Gasraum mit Gasreinigung mit Kiesfilter, Feinfilter und Siloxanabscheidung
  • Gasfackel mit Vorschacht
  • BHKW im Energiecontainer mit einer Gesamtleistung von ca. 100 KW (elektrischer Leistung ca. 30 KW, Wärmeleistung ca. 60 KW).

Der Bau des neuen Faulturms, des Technikgebäudes und des neuen Blockheizkraftwerkes inklusive Schlammeindicker hat rund 2,1 Millionen Euro gekostet. Die Bauzeit betrug ca. eineinhalb Jahre.

Seit Anfang des Jahres 2020 ist die Anlage komplett in Betrieb.