Duderstadt, Planung und Bau Neubau HB Höher Berg II

Für das Versorgungsgebiet Höher Berg der EEW Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs GmbH wird der bestehende, überdimensionierte Hochbehälter Höher Berg, welcher nur eine Kammer besitzt und daher nur schwer außer Betrieb genommen werden kann, durch einen Neubau aufgrund von betrieblichen Mängeln ersetzt. Grundlage bildet eine Variantenuntersuchung mit Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, in der das Behältervolumen bedarfs-orientiert von 3.000 m³ auf 2.200 m³ festgelegt und damit an den tatsächlichen und rechnerischen Wasserbedarf nach DVGW W 410 angepasst wurde.

Weiterhin wurde in der Varianten und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ein Neubau oder eine Sanierung gegenübergestellt.

Die EEW entschied sich dann für einen Neubau mit einem zukünftigen inhalt von rd. 2.200 m³. Der neue Hochbehälter Höher Berg II wird nun als Edelstahlsystembehälter in einer wärmegedämmten Stahlhalle ausgeführt. Geplant sind zwei runde Edelstahltanks, die vor Ort in der Halle gefertigt werden und zusammen das erforderliche Speichervolumen bereitstellen.

Die Ausführung der Tanks in korrosionsbeständigem Edelstahl erfüllt die hygienischen Anforderungen an Trinkwasserspeicher nach DVGW W 300‑1 ff. und KTW‑BWGL; die runde Bauform, die klare Kammertrennung und eine strömungsgünstige Anordnung von Zu‑ und Ablauf gewährleisten eine sehr gute Durchströmung ohne Stagnationsräume und ermöglichen eine Wartung kammerweise bei laufendem Betrieb. Die Stahlhalle mit wärmegedämmten Sandwichelementen wird so dimensioniert, dass eine konstante Innentemperatur und Kondensationsfreiheit erreicht werden; die robuste Gebäudehülle bietet eine hohe Resistenz gegenüber Alterungsprozessen und kann optisch an das Landschaftsbild angepasst werden. Optional ist die Integration einer Photovoltaikanlage auf der Dachfläche vorgesehen, um die elektrische Versorgung der Anlagentechnik nachhaltig zu unterstützen.

Zur Vereinfachung des Betriebs erhält der Neubau eine automatisierte bzw. halbautomatisierte Reinigungseinrichtung für die Edelstahltanks, moderne Mess‑, Steuer‑ und Regeltechnik sowie eine optimierte hydraulische Einbindung in das bestehende Netz. Insgesamt entsteht damit ein zentraler Hochbehälter in Edelstahlausführung, der Versorgungssicherheit, Hygiene, Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit langfristig vereint