Wasserversorgungsstudie Diemelsee – Neubau Hochbehälter, Verbindungsleitungen, Druckminderstationen und Druckerhöhung sowie Rückbau Brunnen und Hochbehälter

In der Wasserversorgungsstudie „Konzeptionelle Untersuchung zur Gestaltung der zukünftigen Wasserversorgung der Gemeinde Diemelsee“ von 2012 sowie in einem Schreiben des Gesundheitsamtes wurde festgestellt, dass mehrere Hochbehälter in einem erheblichen Umfang saniert werden müssen.

Hinzu kam, dass für alle Anlagen ein zu hoher Be-
treuungsaufwand vorlag.

Daher wurde ein neuer, zentraler Hochbehälter „Egge“ aus wirtschaftlichen und betrieblichen Gründen einer Sanierung der verschiedenen alten Behälter vorgezogen.

Durch den Hochbehälterneubau an einem neuen zentralen Standort zwischen Rhenegge und Heringhausen war es notwendig rd. 3.200 m Wasserleitung in verschiedenen Abschnitten zwischen Heringhausen und Adorf neu zu verlegen sowie die technischen Ausrüstungen (Druck-erhöhung/-minderung, Wassermessungen etc.) zukunftsfähig anzupassen und zu erneuern.

Das Speichervolumen des neuen HB „Egge“ sollte zukünftig 1.600 m³ betragen. Damit ist u. a. eine ausreichende Feuerlöschwasserversorgung durch die hohe Brandlast der angeschlossenen Abnehmer, der starke Wasserbedarf an Spitzentagen sowie ggf. die Erweiterung von Feriengebieten sichergestellt und gedeckt. Zur Wasserentnahme aus dem neuen Hochbehälter „Egge“ und zur Versorgung der anzuschließenden Ortslagen war die hydraulische Dimensionierung der Leitungen vor dem Hintergrund der Feuerlöschwasserversorgung obligatorisch.

Die Befüllung des neuen Hochbehälters wird aus den Wasservorkommen der Stadtwerke Brilon /und dem Brunnen Bontkirchen auf der einen Seite sowie dem Brunnen Vasbeck II auf der anderen Seite, sichergestellt. Die Fertigstellung erfolgte im Juni 2023. Eine optimale Wasserverteilung ist somit jetzt möglich.

Die hydraulische Bemessung erfolgte für alle geplanten Verbindungsleitungen sowie teilweise für den Altbestand und wurde für die verschiedenen Lastfälle (Normalbedarf, Maximalbedarf, Feuerlöschfall etc.) nachgewiesen und dimensioniert.

Der Brunnen Adorf, welcher im Jahr 2012 stillgelegt wurde, ist in diesem Zuge im Jahr 2019 nach Genehmigungserteilung bereits rückgebaut worden.