Der Hochbehälter Niedenstein Tiefzone (I=600 m³), erbaut 1969, versorgt die Tiefzone der Kleinstadt Niedenstein mit Trinkwasser. Es handelt sich um einen erdüberdeckten Rundbehälter mit zwei Wasserkammern, mit jeweils 300 m3 Fassungsvermögen.
Wie viele andere bestehende Wasserbehälter in Deutschland war der Hochbehälter Niedenstein aufgrund seines Alters sanierungsbedürftig. Mit einer Fliesenauskleidung der Wasserkammern, Korrosionserscheinungen am Beton, Belüftungskaminen oberhalb der Wasseroberfläche und keine vollständigen Trennung der beiden Wasserkammern entsprach er nicht mehr den Anforderungen an den aktuellen Stand der Technik.
Hinsichtlich der Arbeitssicherheit war zudem der Zugang über die Fenster im oberen Geschoss der Schieberkammer als mangelhaft zu bewerten.
Im Vorfeld der Planung erfolgte eine betontechnologische Untersuchung des Bauwerks.

Nach Durchführung einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erfolgte die Sanierung der Wasserkammern mittels einer Auskleidung mit PE-HD-Platten. Diese werden bei einer ausreichenden Betondeckung auf den bestehenden Untergrund gedübelt und miteinander verschweißt. Die Decke wurde mit einer neuen spritzrauen mineralischen Beschichtung versehen, um die Tropfenbildung zu reduzieren. Da der Behälter während der Arbeiten zur Versorgung der angeschlossenen Abnehmer in Betrieb bleiben musste, wurden im ersten Schritt die beiden Wasserkammern vollständig voneinander getrennt und anschließend nacheinander saniert.
Jede Wasserkammer erhielt eine separate Zulauf-, Entnahme-, Notüberlauf,- und Entleerungsleitung sowie eine Be- und Entlüftungsanlage. Der Zugang zu den Wasserkammern erfolgt zukünftig über Drucktüren vom Untergeschoss der Schieberkammer aus. Im Obergeschoss wurden Sichtfenster zur Kontrolle eingebaut und alle sonstigen Öffnungen, durch die Luft oder Licht in die Wasserkammern eindringen konnte, verschlossen.




