Die energetische Optimierung der Trinkwasserversorgung kann einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der sich zunehmend anspannenden Lage im Bereich der Energieversorgung und des Klimawandels leisten. Im kommunalen Bereich sind die Trinkwasserversorgungsanlagen oftmals einer der größten Energieverbraucher und liegen in Zeiten steigender Energiekosten und wachsender Verantwortung zum ressourcenschonenden Umgang mit Energie, um den Klimaschutz zu gewährleisten, im Fokus für Maßnahmen zur Effizienzsteigerung.
Die Stadt Bad Nauheim hat ein integriertes Klimaschutzkonzept beschlossen, welches das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 verfolgt. Als Teil des Klimaschutzkonzeptes planen die Stadtwerke Bad Nauheim den Neubau eines Trinkwasserbehälters als Ersatz für den bestehenden Hochbehälter (HB) Goldstein (I = 1.000 m³) und HB Ost (I = 600 m³). Der Neubau soll insbesondere eine klimaneutrale Trinkwasserversorgung sicherstellen.
Da die Stadtwerke Bad Nauheim eine Förderung nach der Kommunalrichtline anstreben, sollen die Energieeffizienz der zukünftigen Trinkwasserversorgungsanlage sowie Treibhausgasminderungspotenziale bei der Planung des neuen HB eine übergeordnete Rolle einnehmen.


Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden Versorgungsvarianten sowie Behälterbauweisen im Hinblick auf wirtschaftliche, technische und nachhaltige Gesichtspunkte untersucht und gegenübergestellt. Betrachtet wurden neben einem Edelstahlbehälter auch ein Betonbehälter in Ortbeton- und Fertigteil-Bauweise.





